Salomon Leu und Jana Grünwald sind die Macher von "Seesucht" und ruhen sich auch auf dem Erfolg ihrer "Feierei" nicht aus.
Die Feierei - Catie Kübler
Salomon Leu und Jana Grünwald sind die Macher von "Seesucht" und ruhen sich auch auf dem Erfolg ihrer "Feierei" nicht aus.

Unternehmertalent 2020Die Seesucht feiert Erfolge

„Daraus lässt sich doch noch was machen.“ Das hat sich Salomon Leu schon während seiner Schreinerausbildung bei jedem Stück Holz gedacht, das als Verschnitt in den Ofen wandern sollte. Und er hat etwas daraus gemacht. Gemeinsam mit der Produktdesignerin Jana Grünwald hat er 2014 die „Seesucht Manufaktur“ gegründet. Jetzt wurde der Schreinermeister vom Fachmagazin dds als „Unternehmertalent 2020“ ausgezeichnet.

Von Radolfzell aus entwirft, produziert und vertreibt das Duo nachhaltig Schönes und Nützliches aus Holz – und das längst nicht mehr nur rund um den Bodensee. Auch auf Nordseeinseln und sogar in Spitzbergen haben sie mittlerweile die „Seesucht“ geweckt und finden begeisterte Abnehmer für Schneidebretter, Küchenhelfer oder Buchzeichen mit liebevoll gestalteten regionalen Bezügen. Neuester Coup sind exklusive Biertischgarnituren unter dem Label „Die Feierei“.

Soviel Unternehmergeist und Tatkraft überzeugten die Jury des Exzellenzwettbewerbs, den das Fachmagazin in Zusammenarbeit mit der Arthur Francke’schen Stiftung in diesem Jahr zum achten Mal ausgerufen hatte.

Der mit 1.500 Euro dotierte Preis kommt für die Jungunternehmer genau zum richtigen Zeitpunkt. Schließlich haben sie erst vor wenigen Monaten in einen neuen Laser investiert. Dann kam Corona und damit die Schließung von Tourist-Informationen, Buchhandlungen und Geschenkläden, über die ihre in kleinen Auflagen gefertigten Produkte sonst ihre Käufer finden. „In der derzeitigen Situation macht uns eine solche Auszeichnung besonders Mut“, sagt Jana Grünwald.

Zwischenzeitlich hat sie allerdings auch den Online-Shop des Unternehmens weiter auf Vordermann gebracht und ist zuversichtlich, dass das Konzept der „Seesucht“ auch weiterhin gut ankommt: „Das Thema Heimat in Verbindung mit Nachhaltigkeit und Individualität bleibt für die Leute wichtig – vielleicht in Krisenzeiten umso mehr.“